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Polizeioberkommissar Markus Meyer zu Erpen blickt aus einer geöffneten Fahrertür in die Kamera
Dooring-Unfall auf der Augustdorfer Straße
Als der Beifahrer eines Ivecos am Donnerstagnachmittag (13.04., 13.20 Uhr) seine Autotür öffnete, stieß ein Pedelec-Fahrer gegen die Beifahrertür.
PLZ
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Polizei Gütersloh
Polizei Gütersloh

Schloß Holte-Stukenbrock (FK) - Als der Beifahrer eines Ivecos am Donnerstagnachmittag (13.04., 13.20 Uhr) seine Autotür öffnete, stieß ein Pedelec-Fahrer gegen die Beifahrertür. Der 32-jährige Pedelec-Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Zur Behandlung wurde er mit einem Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus gefahren. Der Zweiradfahrer ist zuvor auf dem Geh- und Radweg der Augustdorfer Straße in Richtung Augustdorf entlang gefahren.

Sogenannte Dooring-Unfälle passieren nicht selten dort, wo neben einer Parkbucht ein Fahrradstreifen verläuft. Wird eine Autotür beim Aussteigen unvermittelt geöffnet, könnte ein auf dem Fahrradstreifen fahrender Radfahrer dagegen fahren. Denn je nach gefahrener Geschwindigkeit hat der Radfahrer keine Chance rechtzeitig auszuweichen oder zu bremsen. Auch ist der Platz um auszuweichen nicht immer vorhanden. Um das Risiko eines Dooring-Unfalls zu minimieren, empfiehlt sich eine einfache Angewohnheit. Fahrer und Beifahrer sollten beim Aussteigen den so genannten "Holländischen Griff" anwenden. Der Fahrer öffnet die Tür mit der rechten Hand, der Beifahrer mit der linken Hand. Auf diese Weise dreht man den Oberkörper und macht automatisch einen Schulterblick. Einen sich nähernden Radfahrer nimmt man so eher wahr und minimiert damit die Gefahr von schwersten Verletzungen.

Schauen Sie sich dazu gerne unser Radschlag für alle Video zum Holländischen Griff an.

Die Zahl der verunglückten Radfahrenden im Kreis Gütersloh ist unverändert zu hoch. Statistisch gesehen verunfallten Radfahrende im Kreis Gütersloh 2022 alle 12 Stunden. Die Zahl der verletzten Rad- und Pedelecfahrenden stieg im vergangenen Jahr sogar deutlich an (2021: 568 verletzte Personen; 2022: 706 verletzte Personen). Die Kreispolizeibehörde Gütersloh beabsichtigt auch im Jahr 2023 mit der Aktion Radschlag weiterhin den Zahlen der Verkehrsunfälle mit Radfahrenden entgegenzuwirken. Im Rahmen der Aktion Radschlag wird sich die Polizei Gütersloh mit präventiven sowie auch repressiven Maßnahmen an alle Verkehrsteilnehmenden richten - zu Ihrer Sicherheit!

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110