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Polizeiliche Kriminalstatistik

Kriminaldirektor Björn Brocks, Landrat Sven-Georg Adenauer, Erster Kriminalhauptkommissar Helge Storck
Polizeiliche Kriminalstatistik
Hier finden Sie Informationen zur Kriminalitätsentwicklung im Kreis Gütersloh

Nachdem für das Jahr 2020 ein leichter Anstieg von 1,9 % der Straftaten im Kreis Gütersloh zu verzeichnen war, sind die Fallzahlen im Jahr 2021 um 4,15 %, auf das niedrigste Niveau seit mindestens 25 Jahren gesunken.

Von den 15.626 in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Straftaten konnten 9.133 aufgeklärt werden, was zu einer Aufklärungsquote von 58,45 % führte.

Die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) liegt mit 4283 für den Kreis Gütersloh weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dieser Messwert (Zahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner gerechnet), stellt die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dar und ist ein wesentliches Indiz für die, durch Kriminalität hervorgerufene, Gefährdung der Bevölkerung.

Im Betrugs- und Vermögensdeliktsbereich ist im Jahr 2021 eine weitere, leichte Steigerung um 0,87 % in den Fallzahlen festzustellen (von 2.755 in 2020 zu 2.779 in 2021). Beim Wohnungseinbruch wiederum sind die Fallzahlen erneut im Vergleich zum Vorjahr von 263 zu 173 (-34,22 %) gesunken.

Ein massiver Rückgang ist bei den Diebstahlsdelikten zu verzeichnen. Die Veränderung auf 5.266 Fälle von 6.214 Fällen im Vorjahr bedeutet einen Rückgang um 13,65 %. Gerade in diesem Bereich dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie (z.B. durch weniger Tatgelegenheiten) eine Rolle gespielt haben.

Nachdem der Diebstahl an/ aus Kraftfahrzeugen 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg zeigte, sind die Fallzahlen in diesem Deliktsbereich im Jahr 2021 um 21,29 % gesunken (von 930 in 2020 zu 732 in 2021). Die Aufklärungsquote lag bei 12,57 % (92 geklärte Fälle).

Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat erneut abgenommen (- 74 Fälle = -5,85 %). Die Aufklärungsquote konnte von 10,28 % auf 13,61 % gesteigert werden.

Bei den Fälschungsdelikten ist dagegen eine Steigerung von gut 50 % von 311 auf 471 Fälle zu verzeichnen, außerdem sind Delikte im Bereich Fälschung von Gesundheitszeugnissen etc. in der Statistik verzeichnet, die wir aus den Vorjahren gar nicht kennen. Hier bilden sich deutlich die zur Umgehung von Corona-Auflagen begangenen Fälschungsdelikte ab.  

Bei den Körperverletzungsdelikten ist ein Rückgang um 184 Fälle (-9,72 %) zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote konnte wiederum leicht auf 92,22 % gesteigert werden.

Besonders auffällig ist der erneute starke Anstieg der Fälle im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach 194 im Jahr 2019 über 311 Fälle im Jahr 2020 auf nunmehr 427 Fälle (+37,3%) im Jahr 2021. Dabei konnte die Aufklärungsquote erneut auf nun 87,35 % zulegen. Nach hiesiger Einschätzung dürften die Ursachen für die Steigerungen vielfältig sein, dabei spielen auf jeden Fall die Intensivierung der Ermittlungen in diesem Bereich (damit einhergehend auch die Aufhellung des Dunkelfeldes) wie auch die größere Sensibilisierung der Bevölkerung und mithin ein geändertes Anzeigeverhalten eine Rolle. Das zeigt sich insbesondere im Bereich der Bekämpfung der Kinderpornografie. Die Anzahl der bekannt gewordenen Delikte nach 184b StGB (Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften) ist um fast 120 % von 81 auf 178 Fälle angestiegen.

Die Rohheitsdelikte (KV-Delikte minus 9,72 % auf 1.709 Fälle) oder auch die Straßenkriminalität insgesamt (minus 9,36% auf 3.776 Delikte) sind hingegen wieder weniger geworden. Beide Bereiche hatten im Vergleich von 2019 auf 2020 einen leichten Anstieg verzeichnet.

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist im Jahr 2021 leicht gesunken von 37,39 % in 2020 zu 36,18 % in 2021. 

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh wird sich auch zukünftig intensiv dafür einsetzen, die Kriminalitätsgefährdung für die Bürgerinnen und Bürger zu reduzieren und eine konsequente Strafverfolgung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu gewährleisten.

Foto (v.l.n.r): Kriminaldirektor Björn Brocks, Landrat Sven-Georg Adenauer, Erster Kriminalhauptkommissar Helge Storck

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