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Aktion Radschlag

Aktion Radschlag
Aktion Radschlag
Im laufendem Jahr führt die Kreispolizeibehörde Gütersloh eine fortlaufende Aktion im Kreisgebiet durch, die die Fahrrad- und Pedelecfahrer in den Fokus stellt.

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh führt in diesem Jahr im Kreisgebiet eine Aktion durch, die die Fahrrad- und Pedelecfahrer in den Fokus stellt und zweierlei Ziele verfolgt:

 

Bekämpfung von Verkehrsunfällen und Straftaten

Im Vordergrund steht zum einen die Bekämpfung der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern durch konsequente Ahndung von Verkehrsverstößen von und gegenüber Fahrradfahrern.

Ein weiteres Ziel ist  die Bekämpfung von Fahrraddiebstählen sowie die Erhöhung der Aufklärungsquote durch Personen- und Fahrradkontrollen.

Viele verunglückte Radfahrer

 

Im Kreis Gütersloh verunglückte Radfahrer stellen einen Anteil von mehr als 30 %  an der Gesamtanzahl der bei Verkehrsunfällen Verletzten dar; im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern (inklusiv Pedelecfahrern) nochmals deutlich gestiegen. (2017:  675 Unfälle mit Radfahrern, davon 491 Verletzte; 2018:  772 Unfälle mit 588 Verletzten).

 

Fahrraddiebstähle machen einen Anteil von etwa 30% an der Gesamtzahl aller Diebstahlsdelikte aus.

 

Das ist eine Entwicklung, die wir so nicht hinnehmen wollen und durch konsequente Maßnahmen unter dem Dach der „Aktion Radschlag“ entschieden entgegen wirken werden.

 

 

Das soll durch monatliche Schwerpunktsetzungen und gezielte Kontrollmaßnahmen im Straßenverkehr und gegenüber Benutzern von Fahrrädern erreicht werden.

 

Unsere Tätigkeit  richtet sich dabei gegen Radfahrer, die sich falsch verhalten, und gegen Autofahrer, die sich gegenüber Radfahrern falsch verhalten.

Monatliche Schwerpunkte

 

Gleichzeitig soll neben den repressiven Maßnahmen auch präventive Aufklärungsarbeit betrieben werden, vorrangig im Bereich des richtigen Verhaltens von Radfahrern im Straßenverkehr und der Sicherung von Fahrrädern allgemein (Schlösser, Registrierung in der Fahrradhalterdatei).

 

Alle polizeiliche Maßnahmen werden durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit intensiv begleitet.

 

Brief der Polizei an Fahrradfahrer

Liebe Fahrradfahrer,

 

im Kreis Gütersloh gibt es viele schöne Traditionen. Eine davon ist, an Feiertagen mit dem Rad einen Familien- oder Gruppenausflug zu machen.

 

Der Feiertag Christi Himmelfahrt...bzw. Vatertag steht vor der Tür! Wir freuen uns schon auf viele gut gelaunte, Rad fahrende Grüppchen bei unseren Streifenfahrten durch den Kreis.

Leider wird unsere Freude immer wieder getrübt, da bei diesen Ausflügen häufig die Verkehrsregeln deutlich in den Hintergrund geraten.

Es werden rote Ampeln missachtet, mittig auf der Straße gefahren oder reichlich Alkohol getrunken, gerne auch mit laut tönenden Musikboxen am Lenker oder in einem kleinen Anhänger.

 

Und jetzt mal ehrlich?! Tragen Sie bei Ihren Ausflügen einen Helm? Und wenn nicht, warum?

Wir raten schon seit Jahren dazu. Es ist eine freiwillige Sache, ja, aber beziehen Sie in Ihre Überlegungen doch bitte auch die Vorbildfunktion für Ihre Kinder mit ein - da scheint das Helmtragen schon selbstverständlich. Vermutlich auch, weil Sie sich darum gekümmert haben!

 

Allein in diesem Jahr sind bis Ende April auf den Straßen im Kreis bereits 26 Fahrrad - und Pedelec – Fahrerinnen und Fahrer als schwer verletzt in unsere Statistik eingegangen. Ein weiterer Mensch starb.

Nicht alle dieser Fahrradfahrer haben zuvor einen Fahrfehler gemacht. Manche haben sich auch penibel an alle Verkehrsregeln und unsere Hinweise gehalten. Diese Hinweise geben wir übrigens gerne und immer immer wieder- weil wir möchten, dass Sie sicher ankommen! Viele schwere Unfallfolgen sind durch umsichtiges und vorausschauendes Fahren vermeidbar! 

Und ja, manchmal wird es eben auch teuer, wenn wir Verkehrsverstöße beobachten und Sie zur Kasse bitten. Ob wir nichts „Besseres“ zu tun haben, fragen Sie sich? Doch! Aber eben auch das.

 

Sie haben auf einem Zweirad keine Knautschzone und keinen Airbag. Im Gegensatz zu den Autofahrern, die natürlich auch auf Sie achten müssen.

Häufig hören wir: „Aber ich wollte doch nur mal eben...!“

Das ist alles richtig. Wir haben für Vieles Verständnis, aber die Tragik hinter den Unfällen lässt dieses „Ich wollte doch nur mal eben…!“ in den Köpfen der unfallaufnehmenden Kollegen oft lange Zeit nachhallen.

 

Wir möchten, dass sie das Fahrradfahren in der Freizeit und auch im Alltag genießen können, aber dabei auch sicher fahren!

Denken Sie an unsere Worte und an Ihre Lieben. Die möchten bestimmt noch viele unbeschwerte Stunden mit Ihnen verbringen!

 

 

Wir sind für Sie da - mit Sicherheit!

 

Ihre Polizei im Kreis Gütersloh